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Immobiliensuche in Lippstadt

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Gehören Sie auch zu der Gruppe von Einwohnern, die gerne ins Eigenheim möchten? Dann haben Sie sicher auch davon gehört, dass zur Zeit im Lippstädter Immobilienbereich ein Käufermarkt vorherrschen soll. Das scheint allerdings noch nicht bei den "Händlern", sprich den Immobilienmaklern,angekommen zu sein.

Als moderner Mensch mit Internet nutze ich natürlich dieses Medium vorrangig zur Suche nach meinem Traumhaus. Gebe ich im Suchschlitz bei Google "haus kaufen lippstadt" oder "immobiliensuche lippstadt" ein, finde ich auch rasch die üblichen Verdächtigen, von Net über Zentrale bis Pool liegen die bundesweit agierenden Immobiliendatenbanken direkt vor mir. Auch ist schnell etwas in meiner, nun gut sagen wir es, wie es ist, bescheidenen Budgetklasse gefunden und entsprechende Anfragen gehen raus. So weit so gut. Ich sagte ja schon, dass das Budget nicht allzu viel hergibt, also landet man doch recht häufig bei den üblichen "50er Jahre Aussiedlerhäusern" rund um die 100.000.- € ohne Wärmedämmung und mit der üblichen 90er Jahre Heizung, die bald erneuert werden muss. Langsam lernt man so auch die Vertreter der Banken und Makler kennen und gewinnt ganz nebenbei auch noch einen viel besseren Einblick in eine ganz andere Seite seiner Heimatstadt.

Wenn man sich nicht so gut im Baugewerbe auskennt, empfiehlt es sich natürlich immer einen Sachverständigen zu Rate zu ziehen. Ich meine damit einen Architekten oder Statiker oder eben einen Bausachverständigen und nicht etwa Papa, Mama, Opa, Bruder, Schwager, oder Freunde und Bekannte, die genauso wenig Ahnung haben wir man selbst, es aber einfach nicht zugeben können, weil sie ja schließlich auch hier wohnen oder jemanden kennen, der sich auskennt oder selbst schon mal mit dem Gedanken gespielt haben, sich ein Haus zu kaufen oder wissen, was bei wem schon schief gelaufen ist.

Hat man es jedoch endlich geschafft diese vehementen Zweifler und Dauernörgler mundtot zu machen, sich irgendwie mit ihnen zu arrangieren oder sie einfach zu überhören, kommt das wahre Problem in Gestalt eines Immobilienmaklers erst um die Ecke. Dachte ich bisher, dass Autohändler, die man Samstag morgens um 07:00 Uhr auf dem Essener Automarkt trifft, die ausgefuchsteste Verkäufer der Welt seien, so muss ich meine Meinung leider revidieren. Die wahre Königsklasse scheint der Immobilienhandel zu sein. Auch kommt es mir vor, als wäre für einige Prachtexemplare dieser Spezies ein gewisses schauspielerisches Talent gepaart mit herausragendem Geschäftssinn, um nicht von Skrupellosigkeit sprechen zu wollen, nahezu ein "Muss". Dies soll keine Generalschelte sein. Mir sind in den letzten Wochen und Monaten auch viele sympathische, offene und ehrlich anmutende Makler untergekommen.

Die Krönung jedoch stellte eine Dame dar, die ein "renovierungsbedürftiges" Häuschen in Lipperbruch für knapp 100.000,- € an den Mann bzw. die Frau bringen wollte. Die Lage war super, das Haus ist schnuckelig, aber wie gesagt, ich habe keine Ahnung von so was. Als ich mit dem Sachverständigen vor Ort war, musste ich diesen über eine extrem steile Innentreppe nach oben prügeln, weil er nach der Besichtigung des Eingangsbereichs bereits Anstalten machte, das "Haus" schreiend wieder zu verlassen. Spätestens da war mir klar, dass es nichts mit meinem enormen Verhandlungsgeschick zu tun hatte, dass der Preis im Vorfeld so ganz nebenbei um 15.000.- € gefallen war. Mir klingeln jetzt noch die Worte "Kernsanierung" und "besser abreißen" in den Ohren und, dass man auf jeden Fall nur den Grundstückswert bezahlen sollte. Wie Hohn hörte sich da die Aussage der Maklerin von vor dem Treffen an, dass sie ihrer Klientin nicht raten könnte mehr als 15.000,- € vom Kaufpreis runter zu gehen.  Nach der Besichtigung war dann auch von den lediglich 40.000,- € Renovierungskosten nichts mehr zu hören, die mein Sachverständiger auf lockere 100.000,- € schätzte und ich wäre ja auf die "Renovierungsbedürftigkeit" hingewiesen worden, außerdem hätte ich es natürlich richtig gemacht, mit einem Sachverständigen das Objekt zu besichtigen, denn für die Maklerin wäre neben zufriedenen Kunden ein offener Umgang ganz entscheidend.

Das gerade Geschilderte war nur ein krasser Abschnitt auf meiner Suche nach dem Traumhaus in und um Lippstadt und ich muss sagen, das ganze ernüchtert doch gewaltig. Inzwischen ist bei mir die Erkenntnis gereift, dass anscheinend in den Kaufpreis immer enorme Aufschläge "eingearbeitet" sind, um die man dann gerne mal dem Käufer entgegenkommt. Ich bin echt desillusioniert und habe die Schnauze voll von den meisten Maklern. Irgendwie muss ich jetzt schauen, dass ich über privat an mein Traumhaus komme oder ich baue eben selber, aber dann brauch ich einen Baugrund und stehe wieder vor einem Problem.

Für alle jedoch, die vor ähnlichen Problemen stehen, nämlich ein Haus in Lippstadt zu kaufen, möchte ich auch eine Lösung aufzeigen. Ich richte auf Wunsch auf der Hallo-Lippstadt-Seite einen Bereich ein, wo Suchanfragen oder Immobilienangebote von PRIVAT an PRIVAT ohne Provision oder Courtage kostenlos eingestellt werden können. Außerdem freue ich mich, wenn der eine oder andere im Forum dazu seine Meinung von sich gibt ;-)

Aktualisiert (Freitag, den 31. Dezember 2010 um 09:32 Uhr)

 
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